Freitag, 17. August 2018

Gesichter, die uns auffielen: Sasha Grey






Multimediakünstlerin wäre wohl die treffendste Berufsbezeichnung der jungen Dame. Sowohl in Filmen der besonders deftigen Art als auch in Mainstreamwerken, in mindestens einer Fernseh-Soap und in Musikvideos trat sie auf. Steven Soderbergh gab ihr sogar mal eine zentrale Kinohauptrolle, in Girlfriend Experience; außerdem war sie kurzzeitig Mitglied einer "richtigen" Künstlergruppe, schrieb 2013 einen Roman, Die Juliette Society etc. etc.
Von der Handlung her müsste das Buch wohl eigentlich Die Justine Society heißen, und wäre er von einem Mann geschrieben worden, hätte man ihn automatisch frauenfeindlich genannt. Die Zeit schrieb damals, der Roman sei "Punst", ein sich besonders schick dünkendes Crossover aus Por- nografie und Kunst  -  als ob das ein Widerspruch wäre. Dass dem nicht so ist, hat sich 50 Jahre nach Susan Sontags Essays noch immer nicht gänzlich herumgesprochen, nicht mal bis zur Zeit.

Welche Werke dieses Multitalents wird man in hundert Jahren noch rezipieren? Auf jeden Fall die Pornos, logisch, sofern sie gescheit gelagert oder umkopiert wurden, nur Fans großer Busen werden einen Bogen machen. Das aber war gerade eines ihrer Merkmale, ihre Natürlichkeit: sie machte eben keinen Silikonzirkus und war nicht gepierct oder tätowiert. Ihr Typ war damals so erfolgreich, dass mit Sasha Rose gleich noch ein zweiter, ähnlich jungmädchenhafter Pornostar aufgebaut wurde (Frau Rose hat  dann vor einiger Zeit doch nachgeholfen und die Brust vergrößern lassen, es sieht auch richtig künstlich aus). Der Soderberghfilm und der Roman mögen Geschmackssache sein. Es wäre schön, mal wieder was von Sasha Grey zu hören, die Amerikanerin macht seit längerem eine schöpferische Pause. (fb)


Sasha in Steven Soderberghs Girlfriend Experience




A Bigger Slash? Suspiria-Aufguss




"Es gibt Klassiker, die man nicht ungestraft neu verfilmt." (Hellmuth Karasek)


Am 1. September soll die 2. Version von Dario Argentos Horrorfilm Suspiria bei den Filmfestspielen in Venedig Premiere haben. Strenggenommen ist es die dritte, vor zehn Jahren entstand eine deutsche Hommage unter dem Titel Masks mit ähnlicher Handlung, Regie Andreas Marschall, in der die Heldin nicht in eine Ballett-, sondern Schauspielschule gerät (ich organisierte damals die Kölner Erst- aufführung). Dieser deutsche Film kam mit wenigen Effekten, die wahrhaft Splatter waren, aus, der neue offenbar nicht. Ich weiß noch gar nicht, ob ich ihn mir überhaupt ansehen möchte, das schon bekannte Bild- und Szenenmaterial ist mir einfach zu ekelhaft.

Positiv freilich, dass auf klassischem teuren 35mm-Material gedreht wurde, Tarantino ist also doch nicht der Einzige, dem dies noch finanziert wird, höchst erfreulich. Hier ist es Luca Guadagnino, der mit A Bigger Splash bereits ein erfolgreiches Remake des alten Swimmingpool mit Romy Schneider gestaltete. Ein Minuspunkt: in der Hauptrolle bestätigt Dakota Johnson mal wieder, ganz wie die Mutter, die unseligen Erbhof-Mechanismen im angelsächsischen und internationalen Film (sie ist Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson). 
Und zum x-ten Mal ist Deutschland Schauplatz eines Horror-Szenarios, von Adolf bis Argento. Ge- dreht hat man hier freilich nur kurz, um die eigenen Leute möglichst lange zu beschäftigen, und ge-zwungenermaßen wegen der Fördergelder. Argento-Fan Tarantino mag den neuen Film angeblich, aber auch Meister können mal irren. Kritik folgt, wahrscheinlich von einem Kollegen. (fb)






Sonntag, 12. August 2018

Rätsel





Wurde in der Pariser Cinémathèque Francaise schon mal ein Pornofilm gezeigt?
Antwort wie immer am Postende.




Heinz Erhardt: unbekannter Nachlass entdeckt



Ein Konvolut mit Texten und Kompositionen des jungen  Heinz Erhardt aus den 20er und 30er Jahren, dass jahrelang auf dem Dachboden seines Hamburger Hauses lag und nach dem Verkauf des Hauses in ein Musikarchiv kam, ist nun wiederentdeckt worden.
Die unbekannten Werke kommen nun zu späten Ehren. Am 24. Oktober soll eine CD mit Ein- spielungen der NDR Bigband, Axel Prahl, W.W. Möhring und andere erscheinen erscheinen.

Mit seinem literarischen Werk war Erhardt beinahe einzigartig. Wie außer ihm nur noch Karl Valentin beherrschte er die Kunst der humorvoll-hintersinnigen Wortparaphrasen (die oft ver- wendete Bezeichnung "Wortverdrehung" wird dem Autor nicht gerecht). Scheinbar nur von charmantem Mutterwitz geprägt und ohne "Anspruch" im prätentiösen Sinne, bewiesen Erhardts Texte, Prosa und Gedichte, mitunter durchaus eine zu seinen Lebzeiten nicht erkannte intellektuelle Größe. (fb)




Stimmen, die uns auffielen
Traum-Django und Traum-Schwiegersohn: Robert Young


Seine wichtigste Rolle, filmhistorisch betrachtet jedenfalls, hatte er in einem Hitchcockfilm, in einer ernsten Rolle. Mir wie so vielen anderen meiner Generation wurde er zunächst als Hauptdarsteller in der Vorabendserie Dr. med. Marcus Welby bekannt, als man noch nicht permanent mit Arzt-Soaps zugemüllt wurde. Die Rolle passte ebenso zu ihm wie der Nachkriegsserienhit Vater ist der Beste, wo er einen Familienvater wie aus dem Bilderbuch verkörpern durfte, kaum streng und eher gutherzig-wohlwollend, denn Young war äußerlich das Gegenteil des He-Man, des Machos; in jungen Jahren erschien er auf der Leinwand als netter Sonnyboy und wie der brave ideale Schwiegersohn.

Anders hingegen seine Stimme. Man könnte meinen, dass sie eigentlich nicht zu ihm passte; ich traute meinen Ohren nicht, als ich erstmals seinen O-Ton in einer TV-Originalfassung hörte: tief, sonor und männlich bis der Arzt kommt; er hätte Bogart, Gable oder andere Machos problemlos syn- chronisieren und in Hörspielen Mike Hammer oder Django sprechen können. Freilich "passte" die Stimme trotzdem, sie wirkt wenn man so will auch als Ergänzung zu seinem "Softie"-Äußeren. Nur ist die Erwartungshaltung eine ganz andere, wenn man den Schauspieler nur aus Synchronfassungen oder von Bildern her kennt. Vermutlich haben sich viele englischsprachige Männer von Alaska bis Sydney damals eine Stimme gewünscht wie die von Robert Young.
Der gebürtige Chikagoer starb 1998 im Alter von 91 Jahren, was dafür spricht, dass der Künstler ähnlich solide lebte wie er in seinen Rollen wirkte  -  er war jedoch trotz seines beruflichen Erfolges Alkoholiker geworden und unternahm 1991 einen Selbstmordversuch. Alkoholismus war im 20. Jahrhundert die klassische Berufskrankheit der Schauspieler. (fb)




Rätsel-Lösung


Ja, spätestens 1999 im Rahmen der "Nuit du sexe folle" (Nacht des verrückten Sexes).







Donnerstag, 2. August 2018

Ratschlag für Filmbuchleser: Doku einer Star Trek Tagung






Demnächst erscheint ein Buch für alle "Trekkies" und sonstige Interessierte, die sich mit philoso- phischen Hintergründen zur Science Fiction befassen wollen. 2016 befasste sich in Nürnberg eine Tagung mit der Frage, inwieweit die Serie Star Trek, uns Älteren zunächst mal noch immer in Deutsch als Raumschiff Enterprise ein Begriff, wirklich eine Positive Utopie ist und wie unser heutiger Blick auf die von Ur-Autor und Produzent Gene Roddenberry entworfene Vision persönlicher Freiheit in der Welt der Zukunft sein soll. Veranstalter war der Humanistische Verband Bayern.

Das von Michael C. Bauer herausgegebene Taschenbuch bietet den Wortlaut der Redebeiträge. Erfreulich, wenn hierzulande auch die fiktive Kunst in den Massenmedien und die Science Fiction so langsam vom wissenschaftlichen Diskurs ernst genommen werden, wenngleich vielerorts noch immer gönnerhaft von oben belächelt. Nichts gegen Kongresse über Uwe Johnson oder Hans Henny Jahnn, aber deren Werke liest kein Mensch, leider. Bei Star Trek hingegen das umgekehrte Phänomen, eine nicht tot zu kriegende Vermarktungsorgie fast wie bei Star Wars, gottlob nur fast.


Typisch amerikanisch und wirklich "Faszinierend", wie Mister Spock sagen würde, ist die Besonderheit, dass Roddenberry kein weltfremder Theoretiker war und auch nicht so wirkte, eher wie ein munterer vertrauenswürdiger Kumpel, dem man den berühmten Gebrauchtwagen abkaufen würde und der dennoch genau wusste, was er wollte und mit beiden Beinen mitten im Leben stand: im Krieg Bomberpilot, später dann Arbeit bei der Polizei von Los Angeles, wobei er bereits das Schreiben üben durfte, nämlich als Ghostwriter für seinen Vorgesetzten.
Den späteren Erfolg beim Fernsehen musste sich Roddenberry hart erarbeiten, er fiel nicht vom Himmel. Fantasie und Intelligenz waren das eine, Durchsetzungsvermögen das andere.

Positive Utopien wurden signifikant für die voller Optimismus und Fortschrittsglauben strotzenden 50er und 60er Jahre, Roddenberry zeigte aber auch, dass der Weg hin zu einer besseren Welt ein steiniger sein würde. Später hat er dann die weltweiter Krisen seit Mitte der 70er Jahre noch erlebt.




Wir konnten das Buch noch nicht lesen, für orthodoxe Fans aber dürfte es wohl Pflicht sein. Als Erscheinungstermin ist der 2. September vorgesehen, Preis 19,99 €; für ein Taschenbuch schon etwas teuer.



Dienstag, 31. Juli 2018

Ein Geburtstagskind wird 100: Artur Brauner




            Immer gern Charmeur: Artur Brauner hält Inga Grömminger von der BZ  bei einem Besuch in seiner Villa im Arm.                                                          


von Frank Blum


Morgen ist es also so weit, die lebende Filmlegende Artur "Atze" Brauner wird 100 Jahre alt. Zähigkeit hat er ja immer schon bewiesen, diese Eigenschaft ist ohne Zweifel eines seiner Hauptcharakteris- tika bei einem ansonsten höchst differenzierten, um nicht zu sagen widersprüchlichen Persön- lichkeitsbild.
Sein Hauptverdienst besteht sicherlich vor allem darin, mit der CCC-Firmengruppe während der Nachkriegszeit im öffentlichen Bewusstsein einen Kino-Mythos geschaffen zu haben, wie ihn sonst als Institution nur noch die UFA bot, und diese operierte damals längst nicht so glücklich.

Abgesehen von der Autorin des Katalogs zur Brauner-Ausstellung einst in Frankfurt bin ich der Einzige, der sich die Mühe machte, eine Biografie zu Papier zu bringen, und dies übrigens zum großen Teil wörtlich, zu Papier, allein schon um der Gefahr des versehentlichen Löschens am PC zu entgehen, aber auch weil es mir einfach angenehmer ist. Mehrere Jahre lang habe ich daran gearbeitet, nicht als Auftragswerk, sondern aus Bewunderung für die Persönlichkeit Artur Brauner, und er ist ja auch weißgott ein dankbares spannendes Thema; zunächst im Vertrauen auf eine persönliche Begegnung, die er mir versprach, und ich war so naiv dies ernst zu nehmen-

Dann aber mit tagelangen Studien im Frankfurter Brauner-Archiv, wo sich nahezu die gesamte Geschäftskorrespondenz der CCC-Firmengruppe seit 1946 befindet, und dreimal durfte ich auch die damals noch nicht sanierten, halb verrottet wirkenden Studios in Haselhorst besuchen. Die damals von mir ge- machten Fotos und Filmaufnahmen des Geländes haben also mittlerweile historischen Wert, von den Fotos kam eine Auswahl ins Buch.


Die Brauners  -  ein Clan mit umgekehrtem Düsenantrieb

Übrigens war Frau Dillmann, die Katalogautorin, tatsächlich einmal bei Brauners in der Grunewalder Villa zu Gast, kam aber zu der Feststellung, dass der Erkenntnisgewinn nur gering war, da Brauner sich ihr gegenüber nie wirklich offen gab; ihr Resümee lautete: "Artur Brauner ist nicht zu fassen." Es blieb auch bei ihr, was den privaten Brauner betrifft, nur bei Näherungswerten, so gesehen habe ich also wohl gar nicht viel verpasst.

Obwohl mir Brauners Privatsekretariat schriftlich bestätigte, er wünsche sich die Fertigstellung meines Buches, wurde das Projekt von Alice und Sharon Brauner regelrecht sabotiert. Da hieß es die Nerven behalten, bloß nicht die beleidigte Leberwurst spielen, die Menschen sind halt so wie sie sind und die ganze Familie Brauner zeigt sich halt gerne von der exaltierten Seite, diplomatisch formuliert.

Sie ist, wie die Japaner so schön sagen, eine "Familie mit umgekehrtem Düsenantrieb". Ein Beispiel: vor ungefähr 10 Jahren durfte Alice Brauner die operative Geschäftsführung weitgehend überneh-men, obwohl sie weder von der künstlerischen noch von der geschäftlichen Seite des Filmwesens sonderlich beleckt war, der Hausherr folgte einfach dem dynastischen und nicht dem Kompetenz- prinzip - das muss man sich leisten können, aber er ist ja auch Multimillionär.Was sonst im Detail noch mit "umgekehrtem Düsenantrieb" damit gemeint ist, habe ich bereits im Buch ausführlich geschildert.

Eigentlich sollte spätestens in dieser Woche eine neue überarbeitete Auflage erscheinen, was aufgrund meiner Krankheit nicht zu schaffen war, nun ist Oktober-November vorgesehen, um nicht zuletzt den Karl May- und den Wallace-Fans die Möglichkeit zu geben, sich oder anderen mein Werk zu Weihnachten zu schenken. Es wird mehr als 500 Seiten haben, wieder mit zahlreichen Abbil-dungen und etwas größer als A4 hoch.


Alles Gute zum Wiegenfest, lieber Atze, und bleiben Sie weiterhin so zäh wie immer, dann winken Ihnen noch viele schöne Jahre.

Morgen bin ich übrigens um ca. 17.15 Uhr im Radioprogramm von Radio Bremen zu Gast, um über Brauners Leben und Werk zu erzählen.
















Entwurf zum Umschlag der 1. Auflage, später leicht geändert.












Sonntag, 29. Juli 2018

Demnächst im Kino: Christopher Robin






Zu Weihnachten bringt Disney eine Art Sequel von Mary Poppins heraus, in dem die Kinder Jane und Michael erwachsen geworden sind. Dem gleichen Schema folgt nun Christopher Robin, der gleichnamige humanoide Spielkamerad von Winnie Puh hat mittlerweile selbst eine Tochter und wird verkörpert vom sympathischen Ewan MacGregor. Über weite Strecken recht ernst, erscheint es aber doch gerade bei Filmen aus dem Hause Disney wohltuend, dass nicht von A bis Z die heile Welt vorherrscht. Mehr im Heft. Kinostart am 16. August.



Mittwoch, 18. Juli 2018

Gesichter, die uns auffielen: James Doohan






Einer weit verbreiteten Auffassung zufolge ist das Darstellen zwielichtiger Charakteer weitaus schwieriger für einen Schauspieler als das Spielen eines Good Guy, und wer keinen richtigen Bösewicht gespielt hat, ist auch kein guter Schauspieler. Damit folgt man freilich jener Theorie, der Mensch sei von Natur aus gut, der Künstler müsse sich also erst gar nicht angestrengt verstellen. Schon deshalb erscheint das generelle Postulat fragwürdig.
Aber lassen wir einmal die Frage, ob Schauspieler-Ich und Rollen-Ich ident sind oder nicht, außer acht. In der Raumschiff Enterprise-Folge Der Wolf im Schafspelz wird Scott, genannt Scottie, Chefingenieur der Enterprise, als Mörder verdächtigt, man findet ihn sogar mit der Mordwaffe in der Hand, einem Dolch. Es geschehen noch zwei weitere Morde, und wieder wird Scottie verdächtigt. Ich habe schon Tausende ähnlicher Szenen in Fernseh- und Kinofilmen gesehen, aber noch nie war ich von Anfang an von der Unschuld Scotties so felsenfest überzeugt wie im Falle von Scottie, und ich bin durchaus kein orthodoxer Trekkie-Fan, wenngleich mir der B-Film-Charme dieser frühen Episoden gefällt.

Die Art und Weise, wie der kanadische Schauspieler James Doohan als Scottie auf den Vorwurf reagiert, einen Mord begangen zu haben, wie er seine Unschuld beteuert, auch diese Art und Weise muss man spielen können. Als Zuschauer entfuhr mir beim ersten Sehen der DVD mehrfach der Ausruf "Der arme Scottie!" Der Künstler muss es vermitteln können. Auch wenn er selbst im realen Leben nicht anders handeln würde, bleibt es dennoch eine Aufgabe, dies vor der Kamera glaubhaft "rüber zu bringen".
Es besteht gar kein Zweifel: dieser Mann könnte keiner Fliege etwas zu Leide tun (oder einer Fliege vielleicht doch?) , wobei er alles andere als ein gutmütiger Depp ist, er arbeitet als Chefingenieur eines Raumschiffes mit vierhundert Mann Besatzung (man sieht allerdings immer nur nur die Führungscrew auf der Brücke, draußen auf den Gängen allenfalls noch vier oder fünf Statisten, die herumlaufen; es war eine Fernsehserie), und alle Trekkies wissen: sind Kirk und Mister Spock nicht an Bord der Enterprise, so übernehmen entweder Mister Sulu oder eben Scottie (in der 2. Staffel war Scottie dreimal an der Reihe) das dortige Kommando, das er auch in gefährlichen Situationen souverän meistert.

Scottie (Doohan) und Leutnant Uhara (Nichelle Nichols)

Der Name Doohan klingt so ähnlich wie der des schottischen Kollegen Patrick McGoohan, aber Scotties Eltern waren benachbarter irischer Abstammung (nicht sehr ungewöhnlich, schließlich gibt es auch bei uns Rheinländer mit typisch westfälischen Namen), in der Originalfassung sprach james Doohan die Rolle mit schottischem Akzent. Als junger Soldat war Doohan 1944 bei der Landung der Allierten an der französischen Küste mit dabei und behielt aus der Kriegszeit leichte gesundheitliche Probleme. Dreimal war Doohan verheiratet und ausgerechnet die dritte Ehe, die mit dem größten Altersunterschied, hielt am längsten. Mit 54 heiratete er einen seiner glühendsten Fans,  ein 18jähriges Mädchen. In den späten Star Trek-Kinofilmen trug er einen Bart, der ihm zwar gut stand, ihn aber noch älter machte und Erachtens auch von der Rolle des Scottie etwas entfremdete - und natürlich hätte er vor allem schlank bleiben müssen. Schade auch, dass der zum geflügelten Wort mutierte Satz "Beam me up, Scottie" zu den bekannten geschmacklosen Witzen führte, die mit der Serie nichts zu tun haben.
In seiner späteren Karriere fand Doohan wie so viele Kollegen, die mit einer singulären Serienrolle berühmt wurden, keine weiteren ähnlich markanten Parts mehr. Indes wird er für den durch Enterprise bzw. Star Trek entstandenen Weltruhm genossen haben. James Doohan starb als schwer kranker Mann 2005, im Alter von immerhin 85 Jahren. Er inspirierte nicht nur tausende Jungs dazu, Ingenieur werden zu wollen, er war, ähnlich wie Käpt´n Kirk und die anderen, wie jeder auf seine persönliche Weise eine lebende Motivation, an die gute Seite im Menschen zu glauben, und das ist schon eine ganze Menge. (fb)




Ab morgen im Kino

Einziger wirklich sehenswerter Film unter den neuen ist natürlich Endless Poetry, ein autobio- grafisches Spätwerk von Alejandro Jodorowsky. Wie das Leben so spielt: Jodorowsky und Audie Murphy hatten beide das seltene Privileg, sich in Biopics selbst spielen zu dürfen, nur die Phasen als Kind und Jugendlicher mussten sie freilich abgeben.
Bei der endlosen Poesie, wie es besser hätte übersetzt werden sollen, gibt es einige verstörende, auch unappetitliche Szenen, aber so ist Surrealismus nun mal. Jodorowsky ist Surealist. (ama)





Sonntag, 8. Juli 2018

Robby Müller gestorben





Jener Kameramann, den ich irrtümlich immer für einen Deutschen hielt, ob seines archetypisch deutschen Namens und weil er seine Karriere in Deutschland begann, war Holländer. Dort wurde er geboren und ist nun im Alter von 78 Jahren in Amsterdam gestorben. Anders als Gerhard Vandenberg, bei dem er nach seiner Ausbildung assistierte, entwickelte Robby Müller keinen eigenen "Stil", was auch nicht unbedingt die Aufgabe eines Kameramanns ist, er war einfach ein hervorragender Mann in seinem Beruf. Wim Wnders, Jim Jarmusch und Lars von Trier waren nur drei seiner zahlreichen Regisseure.
Also war Michael Ballhaus doch unser einziger Kameramann in Hollywood. Und hierzulande? Der Sohn Florian Ballhaus hat gerade den Deutschen Kamerapreis erhalten. Dass er überhaupt in diesem begehrten Beruf problemlos Fuß fassen konnte, bestätigt wieder einmal die Vitamin-B- und Mafia- strukturen im deutschen Film und Fernsehen; Talent vererbt sich nicht automatisch, schon gar nicht bei Familie Ballhaus. (ama)




Stimmen, die uns auffielen: Christina Hoeltel


Und nun rasch wieder zu den Lebenden. Die in loser Folge präsentierten Gesichter, die uns auffielen werden ab heut ergänzt mit einer den Stimmen von Darstellern gewidmeten Reihe.

Der Jazzexperte Joachim F. Behrendt wußte es schon: Audio ergo sum. Ich höre, also bin ich. So relevant das Sinnesorgan Auge auch sein mag, das Ohr sollte man nicht unterschätzen. Für mich - und ich dürfte beileibe kaum der Einzige sein - gebührte gleich neben Margot Leonard auch Christina Hoeltel (mitunter Kurzform Tina) schon immer ein Thron auf den Olymp der schönsten weiblichen deutschen Synchronstimmen, unbeschreiblich weiblich im wahrsten, notabene auch erotischen Sinne. Das Unverwechselbare im Klang ihrer Stimme basiert auf dem nur scheinbaren Widerspruch eines mitunter markant burschikosen Sprachduktus einerseits und des doch eindeutig weiblich-sinnlichen Timbres andererseits, und dies beruhte nicht auf forcierter Verstellung, das hat sie nicht nötig, es ist Hoeltgens Naturton.

Wenngleich manchen Männern das Singuläre dieser Stimme zu ungewohnt, zu pittoresk erscheinen mochte, hat sie aber doch wohl den Großteil ihres männlichen Publikums eher verzaubert. So wie Margot Leonard dazu geboren war, der Monroe, Diana Rigg  und anderen großen Kolleginnen ihre Stimme zu "leihen", wie es immer so schön heißt (besser: den Rechteinhabern zu verkaufen), so war Christina Hoeltel die beste Wahl bei Jessica Lange, Heather Locklear, lustigerweise sprach Hoeltel auch den Scooter in der Muppets Show, wo sie das lebhaft Burschikose ihrer Stimme voll einbringen konnte, ferner hörte man sie in Jäger des verlorenen Schatzes und Harry Potter, und neben vielen anderen Serienheldinnen sprach sie Erin Gray, den weiblichen Star in der Science Fiction-Serie Buck Rogers   -  umso ärgerlicher dann der plötzliche Wechsel, wenn in manchen Folgen von Serien plötzlich eine andere Stimme zur gleichen Rolle ertönt, aber das nur nebenbei, Schuld daran tragen nicht die Sprecher. Ausgerechnet Scooter wurde immer durchgehend von Hoeltel gesprochen, auch in den Kinofilmen, hierauf achtete man wohl des besonderen Marktwertes der Muppets wegen.




















2011 widmeten wir uns erstmals dem          Thema Synchro.




Mit Margot Leonard teilt Tina Hoeltel die Entwicklung ihrer Karriere, offenbar zu selten aus den Synchronstudios herausgekommen zu sein, um noch in den ganz großen Hauptrollen VOR der Kamera oder, ebenfalls bedauerlich, in Hörspielen auftreten zu können. Ansonsten gibt es keine näheren Angaben zu ihr, weder im Netz noch in der Fachliteratur, außer mageren Hinweisen wie dem, dass sie schon als Kind mit der Arbeit als Sprecherin begann. Ihre Jugendlichkeit bewahrte sich Tina bis ins fortgeschrittene Alter und konnte so später oftmals Kolleginnen synchronisieren, die viel jünger waren als sie selbst.

Mittlerweile geht sie auf die 70 zu (geboren am 28. Dezember, wie Friedrich Wilhelm Murnau, Walter Ruttmann, die Knef und mit Verlaub auch ich, die Sterne meinten es gut mit uns), ist noch immer aktiv und kann vermutlich ein Lied davon singen, wie sehr sich die Arbeitsbedingungen für Synchron- sprecher in den letzten Jahrzehnten verschlechtert haben.
Früher war die deutsche Synchronisation bei den Auftraggebern auch im Ausland für ihre Qualität berühmt, die Schauspielerin hatte daran mit ihrer unverwechselbaren, lebhaften und  ausdrucks- starken Stimme entscheidenden Anteil.
Ganz generell machte sich halt damals die echt deutsche Begabung für Gründlichkeit und Ge- nauigkeit bis in die 80er Jahre hinein bezahlt. Aus verschiedenen Gründen, u.a. weil nun alles so rasend schnell gehen muss, hat sich dies geändert; was sich heute Synchronisieren nennt, ist oft nur noch Voice-Over.

Lange habe ich gerätselt, was Fellini nur an dieser Giulietta Masina so toll gefunden haben mochte, als er sich in sie verliebte. Eines Tages erfuhr ich es: sie war damals Radiosprecherin und Fellini war hin und weg, als er ihre Stimme hörte. Christina Hoeltel hat nicht nur eine völlig unverwechselbare Stimme, sie ist ebenfalls von der Art, dass man die Frau allein ihrer Stimme wegen hätte heiraten wollen  -  eine aparte Schönheit ist sie noch außerdem. Wir wünschen alles Gute für die kommenden Lebens- und Arbeitsjahre. (fb)

Aus rechtlichen Gründen hier leider kein Foto von Christina Hoeltel.






Mittwoch, 4. Juli 2018

Demnächst im Kino: Nico, 1988






Anfang der 70er meinte Curd Jürgens in dem ihm gewidmeten Fernsehfeature Ansichten eines Stars, es sei doch "eine Schande", dass wir Deutsche auf Visconti warten mussten, bis eine Verfilmung von Thomas Manns Tod in Venedig in die Kinos kam, was freilich nicht gegen Visconti gerichtet war, sondern gegen die Unfähigkeit der Deutschen zu dergleichen. Viel hat sich seitdem nicht daran ge-ändert, dass deutsche Kultur und deutsche Künstler im Ausland engagierter rezipiert werden als im eigenen. Und so gab es bislang außer der Doku Nico Icon auch noch nicht viel über jene Frau, die sich einfach Nico nannte.

Nico war weit mehr als nur ein ehemaliges Model (einer ihrer ersten Fotogtrafen in Paris, wo sie eine Weile lebte, gab ihr diesen nom du guerre) und dann Sängerin bei Andy Warhols Velvet Under-ground. Bob Dylan schrieb für sie den Song "I´ll Keep It With Mine", Leonard Cohen "Take This Lon- ging", Iggi Pop "We Will Fall" und Jackson Browne "These Days", um nur vier Beispiele zu nennen. Jim Morrison, wohl die große Liebe ihres Lebens, riet Nico, auch selbst Songs zu schreiben. Sie drehte einige Filme, Fellini wollte ihr eine größere Rolle geben, nachdem er sie bei Das süße Leben, wo sie nur eine kurze Szene hatte, kennenlernte. Es kam anders, und kontinuierliche Arbeit als Schauspielerin ergab sich im Laufe der Jahre nicht.

Aber diese Stimme! Eine der schönsten Beschreibungen stammt vom Journalisten und Buchautor Chris Strodder, "her monotonous, flat voice sounded like a sonorous foghorn echoing under cold, black water."

Als sie starb, widmete ihr die Auslandspresse lange Nachrufe, die hiesige so gut wie keine. In Köln gab es später eine Bürgerinitiative, um einen Platz oder eine Straße der Stadt nach Nico zu benennen, dies wurde vom damaligen Oberbürgermeister ausdrücklich abgelehnt.
Nun hat die italienische Regisseurin Susanna Nicchiarelli einen Spielfilm über die letzten zwei Lebensjahre der gebürtigen Kölnerin gedreht, der Titel nennt nur das letzte Jahr, Nico, 1988. Die Dänin Trine Dyrholm spielt die Hauptrolle, laut Welt kann sie "wunderschön und grausam verbraucht" aussehen. Hier ist nun eher Letzteres gefragt, denn Nico war drogenabhängig.

Leider konnte ich den Film aufgrund gewisser unschöner Vorfälle und Querelen in der Kölner Presseszene noch nicht im Vorfeld sehen und kann daher nur jedem Interessierten empfehlen, sich selbst ein Urteil zu bilden. Kinostart in Deutschland ist am 18. Juli. (fb)


Andy Warhol, Nico




Zensur im Internet




Am kommenden Freitag debattiert das Europäische Parlament neue Gesetze zum Schutz von Urheber- und sonstigen Rechten im Internet. Dies könnte zum wiederholten Male Zensur bedeuten und auch die publizistische Freiheit des Projekts, das sie gerade lesen und das seit elf Jahren existiert, gefährden. So legitim die Absicht grundsätzlich auch sein mag, es wird den vorliegenden Quellen zufolge das notwendige grundsätzliche Differenzieren von kommerzieller und nichtkom-merzieller Nutzung weiter erschweren.

Dass wir alle überwacht werden und imgrunde  längst im Vierten Reich sind, ist nichts Neues. Ein wenig Milderung bietet offenbar die auch von mir privat genutzte holländische Suchmaschine Startpage.com, gottlob zumindest ein Europäer. Dies soll aber keine unbezahlte Werbung sein, denn Startpage hat mindestens zwei Nachteile: bei Eingabe von Suchbegriffen sind die auf dem Bildschirm erscheinenden Ergebnisse längst nicht so umfangreich wie bei Google, was besonders bei Bildern auffällt, und die angeblich sichere Mailadresse ist kostenpflichtig, was sich mancher nicht leisten kann, schade. Bei der Recherche bin ich nicht selten gezwungen, mit der Faust in der Tasche und zähneknirschend zu Google zu wechseln, wo alles was man tut automatisch gespeichert wird.

Angesichts der gesetzlichen Entwicklung kann man den im Internet recherchierenden privaten und nichtkommerziellen (!) Nutzern nur raten, so viele Texte und Bilder wie möglich herunterzuladen, ehe eine Zensurlage eintritt wie bei Orwell und Hitler zusammen, es fehlt nicht mehr viel. Und hoffen, dass die sogenannten Abgeordneten übermorgen schon zu sehr in Wochenendstimmung sind, um da noch großen Druck zu machen. (ama)







Donnerstag, 28. Juni 2018

Fußball-WM: Jogi Goes Murphy






Am Ende des gestrigen Spiels gegen Südkorea waren in Deutschland wohl die Redakteure der Tageszeitungen die einzigen nicht völlig Frustrierten (neben den Belegschaften der deutschen Sam-sung-Werke etc., dort hat man eher gejubelt): Wegen des frühen Beginns um 16 Uhr hatten sie nicht den üblichen Zeitstress, sondern konnten mit ein paar Stunden mehr gesegnet etwas sorgfältigere Texte schreiben. So ganz unerwartet kam das frühe Ausscheiden nur für die grenzenlosen Opti- misten, war doch die Leistung in den Spielen der letzten Monate generell nicht allzu berauschend.

Es ist eben möglich. Es kann auch einmal sein, dass wir eben NICHT ins Viertelfinale und ins End-spiel kommen, diesmal auch nicht ins Achtelfinale. Das Murphy´sche Gesetz besagt: Alles was schief gehen kann, geht halt auch irgendwann einmal schief. Dabei ist diese Weisheit imgrunde nur, wie so viele Natur- und juristische Gesetze, eine mathematisch nicht beweisbare Mutmaßung, eine philoso-phische These, die aber etwas für sich hat. Der Mensch ist fehlbar und diese Welt ist fehlbar, wäre dies nicht so, dann hätten wir ein ausgesprochen steriles Dasein. Und so haben wir uns gestern halt blamiert wie zuletzt (dem Vernehmen nach, ich bin kein Fußballexperte) 1938 gegen die Schweiz. Als alter Godzilla-Fan gönne ich freilich den Südkoreanern ihren Sieg, weil sie so ähnlich aussehen wie Japaner, eher klein, schlitzäugig und feingliedrig. Das Ausland weidet sich derweil an seiner Scha- denfreude und daran, dass auch in Deutschland, wo Gründlichkeit und Genauigkeit erfunden wurden, nicht immer alles richtig läuft, dass  jüngst gar ein halbes Jahr zur Regierungsbildung benötigt wurde  -  und nun das, der Fußballweltmeister fliegt schon nach dem dritten Spiel hinaus. Italien und manch andere Ex-Weltmeister hatten bereits in der Vergangenheit erleben müssen, kurz nach Beginn aufzugeben, nun also wir.
Immerhin, viermal sind wir seit 45 Weltmeister gewesen. Spielen wir also nicht die beleidigte Leberwurst, seien wir nicht pessimistisch wie Mister Murphy, sondern lieber optimistisch und zu- versichtlich wie Murphy Brown. (fb)



                                      Shay Laren





Dienstag, 26. Juni 2018

Gesichter die uns auffielen: Kurt Pratsch-Kaufmann





Es ist eine alte Weisheit, dass am Theater und im Spielfilm Nebenrollen dramaturgisch ebenso wichtig sind wie Hauptrollen, eins muss sich in das andere fügen, die Bezeichnung Nebenrolle ist somit eigentlich ungerecht abwertend. Der Schauspieler Kurt Pratsch-Kaufmann war als Charakter- darsteller, Kabarettist, Komiker, Parodist, Sänger, Conferencier, und Synchronsprecher nicht nur ungewöhnlich vielseitig, sondern auch ein Gesicht mit Wiedererkennungswert und hatte es bei allem Temperament nicht nötig, sich ostentativ in den Vordergrund zu spielen.

Als Sohn einer Tänzerin am Dresdner Hoftheater (Sachsen war bis 1918 de jure noch ein Königreich innerhalb des Deutschen Reiches) kam er früh mit der Bühne in Kontakt. An dieser Stelle kann man seine zahlreichen Rollen nicht aufzählen, die er an kleinen und großen Theatern, in Operetten, bei Film und Fernsehen spielte. Stellvertretend seien hier zwei bzw. drei Bühnenrollen genannt: der Hauptmann von Köpenick sowie der Vater von Eliza Doolittle, der im Musical My Fair Lady das Lied "Hei, heute morgen mach´ ich Hochzeit" schmettert. Jahrelang trat Pratsch-Kaufmann in dieser Rolle in Berlin auf, wo er auch oft vor der Filmkamera stand und in den 30er Jahren erstmals aufgetreten war, unter anderem im legendären Kabarett der Komiker. Berlin wurde seine künstlerische Heimat, dort errang er besondere Popularität, das Publikum nannte ihn liebevoll "Pratsche". Eine Hauptrolle am Theater hatte er vermutlich (wie so oft gibt es keine genauen Quellen) in Hello Dolly, mitgewirkt hat er auf jeden Fall, über 300 Mal, aber in welcher Rolle??? Nix Genaues erfährt man nicht, und ich bin Theaterwissenschaftler; aber es dürfte der Horace Vandergelder gewesen sein, die im Film von Walter Matthau gespielte und gesungene männliche Hauptrolle.

Von seinen wenigen ernsten Filmen ist wohl Das Totenschiff nach B. Traven, damals unterschätzt, der filmhistorisch bedeutendste. Für mich als Kind in den 70er Jahren war der Künstler in seinen späten Rollen noch ein vertrautes Gesicht in Film- und vor allem Fernsehrollen; meist als patenter Kerl, dem man sofort den berühmten Gebrauchtwagen abkaufen würde. Bei meinen Recherchen entdeckte ich gestern, dass Pratsch-Kaufmann am 24. Juni 1988, also vor fast genau 30 Jahren verstarb. Ein Grund mehr, an ihn zu erinnern und zu fragen, wie viele Mimen von seiner Qualität und Bandbreite wir heute wohl noch haben, die Zahl ist überschaubar. (fb)